swisselectric geht davon aus, dass bereits in den Jahren um 2012 eine Stromversorgungslücke abzeichnet. swisselectric sieht deshalb den Bedarf für neue Grosskraftwerke im Inland.
Global ist mit einem steigenden Energiebedarf zu rechnen. Besonders in der Schweiz verknappt sich das Angebot an Strom zunehmend. Es zeichnet sich eine massive Stromversorgungslücke jeweils im Winterhalbjahr ab ca. 2012 ab. Gemäss unseren Analysen beträgt sie bis zu 25 TWh pro Jahr bis ins Jahr 2030 und steigt ohne Zubau von neuen Grosskraftwerken auf bis zu 50 TWh im Jahre 2050 (heutiger CH-Verbrauch 60 TWh).
Die swisselectric-Mitglieder stellen fest, dass die heute existierenden Kraftwerke die Leistungsnachfrage in Spitzenzeiten nur noch knapp und schon bald gar nicht mehr decken können. Wir erwarten eine Leistungslücke ab 2012-2015.
Die Option Stromimporte als Ausweg ist vor dem Hintergrund von europaweit sich abzeichnenden Kapazitätsengpässen bei der Stromproduktion und der -übertragung nicht realistisch. Wir sind der klaren Auffassung, dass unser Land trotz verstärkter Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz (Umstellung von Oel-Heizungen auf Wärmepumpen führen zu höherem Stromverbrauch) und sinnvoller bzw. machbarer Förderung der erneuerbaren Energien die Stromversorgungslücke zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen nur über einen Mix verschiedener vor allem konventioneller Produktionsarten decken kann. Unser Lösungsansatz ist der Zubau von neuen Grosskraftwerken im Inland.
Die swisselectric-Mitglieder wollen je nach Rahmenbedingungen rund 15 Mia Franken in den nächsten 10-15 Jahren in Produktion und Übertragung im Inland investieren. Sie legen damit die Basis zur Erfüllung ihrer Versorgungsaufgabe und leisten gleichzeitig einen massgeblichen Beitrag zur Entwicklung der Schweizer Volkswirtschaft. Ebenso wollen die swisselectric-Mitglieder die Erforschung erneuerbaren Energien im Rahmen von swisselectric research weiterhin namhaft unterstützen.
Der Bau von neuen Kraftwerken im Ausland zur Deckung des schweizerischen Bedarfs ist für uns gegenwärtig keine Option, da sie zu einer vermehrten Importabhängigkeit führt und angesichts rechtlichen Rahmenbedingungen in der europäischen Union politisch immer schwieriger durchführbar ist. Für die Versorgungssicherheit und die Preisstabilität ist eine möglichst importunabhängige Stromproduktion notwendig.
