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Wasserkraft

Die Wasserkraft ist mit rund 60 Prozent der schweizerischen Stromproduktion die wichtigste einheimische Primärenergiequelle. Die Wasserkraftwerke (Fluss- und Speicherkraftwerke) leisten einen bedeutenden Beitrag zur Versorgungssicherheit.
Die Speicherkraftwerke zeichnen die besondere Qualität der schweizerischen Stromerzeugung aus. Dank den Speicherseen kann ein grosser Teil der Stromerzeugung sehr flexibel und bedarfsgerecht als Spitzenenergie eingesetzt werden. Speicherkraftwerke produzieren auch Ausgleichs- und Regelenergie und sorgen damit für eine sichere Stromproduktion, wenn nur unregelmässig produzierende Anlagen, wie Wind- und Sonnenkraftwerke, ausfallen. Speicherkraftwerke gewährleisten auch die Netzstabilität.
 
Mit dem Stromversorgungsgesetz und dem revidierten Energiegesetz haben die Eidg. Räte ein Paket zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien geschnürt. Bis 2030 soll ein Zubau erneuerbarer Energien von 5400 GWh erfolgen. Der Wasserkraft wird dabei eine besondere Rolle zugewiesen. Ihre Produktionskapazität soll um 2000 GWh erhöht werden. Sie soll als zentrale Säule der einheimischen, erneuerbaren Stromproduktion gefördert, ausgebaut und langfristig erhalten bleiben.
Da infolge Umsetzung der Restwasservorschriften eine Minderproduktion der Wasserkraft von rund 2000 GWh eintreten wird, muss effektiv zur Erreichung der im Energiegesetz festgehaltenen Ziele ein Zubau der Produktionskapazität der Wasserkraft von 4000 GWh eingeplant werden. Auch der Klimawandel hat Einbussen bei der Wasserkraft zur Folge. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Wasserkraft müssen deshalb so ausgerichtet sein, dass sie diese Minderproduktionsfaktoren kompensieren können.
 
Der vom UVEK im Februar 2008 zur Umsetzung des Energiegesetzes vorgestellte Aktionsplan "Erneuerbare Energien" sieht eine "Optimierung des Gewässerschutzgesetzes (GSchG) zum Ausbau der Wasserkraftnutzung vor, mit dem Ziel, die noch vorhandenen Potentiale der Wasserkraft nachhaltig zu nutzen. Mit einer Revision des GSchG soll eine differenzierte Regelung bei den Ausnahmen von den Mindestrestwassermengen massgeschneiderte Lösungen für das einzelne Wasserkraftwerk garantieren." Mit Blick auf die Investitionssicherheit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit sollen gemäss Aktionsplan "Erneuerbare Energien" die negativen Auswirkungen von Schwall und Sunk mittels baulicher Massnahmen saniert werden. Dabei sind auch Synergien mit dem Hochwasserschutz zu suchen.
 
Im März 2008 hat das UVEK die vom Bundesrat in Auftrag gegebene "Strategie Wasserkraftnutzung Schweiz" veröffentlicht. Darin wird festgehalten, dass "die Diskussion um die Energiezukunft der Schweiz die Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Wasserkraft als grösste erneuerbare, inländische und damit von Rohstoffimporten unabhängige Energiequelle richten wird. Je stärker die Wasserkraft genutzt wird, umso weniger braucht es andere, mit Problemen und Unsicherheiten behaftete Energieträger."


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